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Internet der Dinge treibt Cloud-Computing voran

30. 06. 2016

Die Zukunftsvisionen nehmen allmählich feste Konturen an. Bereits in vier Jahren werden mehr als 25 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein, prognostiziert der eco-Verband der deutschen Industriewirtschaft. Dann wird 80% des Datenverkehrs aus der Cloud kommen. Das ausgetauschte Datenvolumen soll monatlich unvorstellbare 40 Zetabyte betragen. Das ist eine vier mit 22 Nullen.

Cloud Computing wird also in naher Zukunft den Datenverkehr dominieren. Die Cloud wird sich auf breiter Front in der Wirtschaft durchsetzen. „Die Funktions- und vor allem die Kostenvorteile der Cloudservices gegenüber firmeneigenen Rechenzentren sind derart hoch, dass Konzerne wie Mittelständler ihre bisherige Zurückhaltung gegenüber Cloudlösungen zügig ablegen werden“, glaubt Andreas Weiss, Direktor der EuroCloud Deutschland.

Motor dieser Entwicklung ist das rasante Anwachsen des Internets der Dinge, abgekürzt IoT (Internet of Things). „Künftig wird jede Maschine, jedes Haushaltsgerät und so weiter mit dem Internet verbunden sein“, sagt Béla Waldhauser, Leiter der Kompetenzgruppe Datacenter Infrastruktur im eco Verband voraus.

Was das genau bedeutet, macht Waldhauser am Beispiel der Digitalisierung eines Kraftfahrzeugs deutlich. „Wir reden nicht davon, dass das Auto eine Internetverbindung zum Surfen bereitstellt, sondern davon, dass der Wagen im Millisekundentakt Informationen an den Hersteller und die Verkehrsinfrastruktur übermittelt, die Musik via Streaming ankommt und die Windschutzscheibe fortlaufend mit Virtual Reality aktualisiert wird.“ Laut dem Cisco VNI Computer Forecast Update 2015 soll es noch vor dem Jahr 2020 mehr als 10 Milliarden Machine-to-Machine Internetverbindungen geben.

An diesem Zuwachs beteiligen sich dann in bedeutendem Maße die Hersteller von Markenartikeln. „Jede Zahnbürste, jeder Rasierer und jede Kaffeemaschine, die der Hersteller mit einem Internetanschluss und einer mobilen App versieht, adressiert eine neue Zielgruppe, die zudem gerne bereit ist, für die Innovation einen Aufpreis zu zahlen“, entwirft Waldhauser ein Zukunftsszenario, das sich in neuen Geschäftsmodellen niederschlagen wird. Die Industrie sei beeindruckt, wie sich aus Big Data und Smart Data Analysen neue Geschäftsmodelle entwickeln lassen. Ein Vorbild sei da AirBnB oder Uber.

Autor: GL